Infrarotstrahler

Die Infrarotstrahlung ist der Lichtwellenbereich zwischen 780 Nanometer bis einem Millimeter, das ist sichtbares Licht bis langwellige (unsichtbare) Strahlung. Die Lichtwellen haben bestimmte Eigenschaften, die sie zu Heizungszwecken besonders geeignet machen, sie strahlen die Wärme direkt auf Körper ab, ohne die Luft aufzuheizen.


Einteilung der Infrarotstrahlung

Da der Wellenbereich insgesamt sehr groß ist, gibt es verschiedene Einteilungsversuche, die sich auch länderspezifisch unterscheiden. Im mitteleuropäischen Raum und für die praktischen Anwendungen hat sich die Einteilung in drei Bereiche etabliert:
-IR-A ist Infrarotlicht zwischen 0,78 - 1,4 µm, also kurzwellig
-IR-B zwischen 1,4 - 3,0 µm (langwellig), die Wasserabsorption ist bei 1,45 µm begrenzt
-IR-C zwischen 3 - 1000 µm (ultralang)
Alle drei Wellenlängen regen die Eigenschwingung von Molekülen in festen Körpern und Flüssigkeiten an und wirken daher auch auf den menschlichen Körper wärmend, die Sonnenstrahlung enthält (unter anderem) das gesamte Spektrum der Infrarotstrahlung. Sonnenstrahlen werden allerdings atmosphärisch gefiltert, ungefiltertes Infrarotlicht muss in bestimmten Wellenlängen mit Bedacht eingesetzt werden. Da in oberen Hautschichten viel Wasser konzentriert ist, Infrarot C aber durch Wasser ausgefiltert wird, dringt es weniger tief in die Haut ein. IR-B-Strahlen dringen die oberen Hautschichten. Eine direkte Tiefenwirkung entsteht hingegen durch das kurzwellige IR-A. Alle drei Frequenzbänder erzeugen in bestimmten Frequenzen Belastungen der Haut, weshalb Infrarotlicht nie unbegrenzt eingesetzt wird. Wenn eine tiefenwirksame Erwärmung mit Infrarot angestrebt wird, werden Infrarotstrahler mit einem bestimmten Spektrum oder unter Herausfilterung bestimmter Frequenzen genutzt. Das geschieht beispielsweise mit bestimmten Halogenlampen, die durch eine Hydroküvette die filternde Wirkung der Erdatmosphäre abbilden. Vor allem die tiefenwirksame IR-A-Strahlung gelangt in die Haut und wirkt dort therapeutisch wertvoll.


Infrarotstrahler

Die Strahlung wurde schon Anfang des 19. Jahrhunderts von Friedrich Wilhelm Herschel entdeckt, seither werden auch Infrarotlampen und -strahler entwickelt. Das bekannteste Gerät ist die heimische Rotlichtlampe, mit der eine verschnupfte Nase therapiert werden kann. Heute werden keramische Infrarotstrahler verwendet, Infrarotlaser (Kohlendioxidlaser) und Infrarotleuchtdioden. Jede unterschiedliche Bauart zeichnet sich durch ein spezielles Spektrum der gesamten IR-Bandbreite aus und wird daher spezifisch eingesetzt. Die IR-Strahler werden für die Sauna, in der Medizin, für Schwimm- und Sporthallen, Verkaufsräume, Gewächshäuser, für den Wohnbereich und auch in der Tierzucht beispielsweise für Küken verwendet. Die Energiequelle kann Strom oder Gas sein, für die Art des ausgesandten IR-Lichts ist das unerheblich. Es wird in jedem Fall nicht die Umgebungsluft, sondern der angestrahlte Körper erwärmt. Dabei entsteht ein Effekt, wie wenn jemand auf einem Gletscher ein Sonnenbad nimmt: Die Luft ist kalt, die Sonnenstrahlen wärmen dennoch intensiv die Haut. Die Luft absorbiert die Strahlen nur sehr begrenzt.


Bauarten der Strahler

Hier ist zu unterscheiden zwischen der ausgesandten Wellenlänge, die auch sichtbar ist (Hell- und Dunkelstrahler), und der designerischen Bauart selbst. Die ausgesandten Strahlen sind herstellerseitig definiert und bedingen Empfehlungen, wie lange sich ein Anwender den Strahlen direkt aussetzen kann, ohne Hautirritationen zu riskieren. In Saunaräumen werden Strahler mit hoher Temperatur hinter Schutzgittern angeordnet, teilweise ist das Licht nicht sichtbar und wird zur Kontrolle per Leuchtdiode angezeigt. Es gibt Strahler als Fläche, Lampe, Kugel, Spiegel, in Form eines Bildes und sogar als Möbelstück in Form von Hockern, Säulen oder Regalen.

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